Mittelmeerkrankheiten
(Quelle: veterinärmedizinische Universitätsklinik Giessen / www.parasitus.com)
Alle unsere Hunde werden auf Leishmaniose und Dirofilariose getestet.
Hierbei werden fast ausschließlich Labortests durchgeführt und nur in seltenen Ausnahmefällen greifen wir auf die sog. Schnelltests zurück.
Nur auf Leishmaniose und Dirofilariose negativ getestete Hunde werden abgegeben.
(Sollte ein Hund auf Dirofilariose positiv getestet werden, besteht jedoch die Möglichkeit diesen im Einverständnis mit den neuen Besitzern noch in Portugal behandeln zu lassen.)
Alle unsere Hunde werden mittels Laboranalyse auf Babesiose und Ehrlichiose getestet oder präventiv behandelt.
Hunde, die einen Babesiose - oder Ehrlichiose Titer aufweisen, werden nur behandelt ausgeflogen. Der Babesiose- bzw. Ehrlichiosetiter
kann neben dem Hauptüberträger (Zecke) bereits von der Mutter auf die Welpen übertragen worden sein. Fast alle südländischen Hunde zeigen daher einen erhöhten Wert. Dies heißt nicht, dass es jemals zu einer Krankheit kommen wird. Wir haben uns aber entschlossen, selbst den Titer, präventiv zu behandeln, um alle Eventualitäten zu minimieren.
Bitte beachten Sie hierbei, dass es sich keinesfalls um akut erkrankte Tiere handelt, da diese von der Vermittlung ausgeschlossen sind.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen an dieser Stelle keine Anleitung zu Diagnose oder Therapie der entsprechenden Krankheiten geben wollen, sondern Ihnen nur einen kurzen Überblick über die häufigsten Mittelmeerkrankheiten vermitteln möchten.
Die leider weitverbreitete Meinung, dass es die Überträger dieser Krankheiten (Auwaldzecken und Sandmücken) nur im Mittelmeerraum gäbe, ist überholt. Auch in Deutschland (vorallem in Süddeutschland) kommen diese mittlerweile häufiger vor. Der einzige ausreichende Schutz ist ein spot-on-Präperat mit Repellenteffekt. Bitte schützen sie Ihren Hund!
Sollten Sie bei Ihrem Hund den Verdacht einer der nachfolgenden Krankheiten haben, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Tierarzt, da diese Erkrankungen unbehandelt oft tödlich sind.
Leishmaniose
Übertragung: durch Sandmücken oder Wundsekret bei Hautekzemen,
aber auch von der Hündin auf ungeborene Welpen
nicht durch Kot, Urin, Bisse oder Nasenkontakt
erste Symptome: Trägheit, Lahmheit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust,
Durchfall, Lahmheit
spätere Symptome: Lymphknotenschwellungen, Hautveränderungen
(vermehrte Schuppenbildung, nässende Ekzeme),
Haarausfall, Anämie, Schäden von Leber, Milz und Nieren
Erlichiose
Übertragung: durch Zecken
Symptome: wiederkehrendes hohes Fieber, Erbrechen, Durchfall,
Nasen-, Augenausfluss, Gelenksentzündungen, Blutungen
in Haut und Schleimhaut, Anämie, evntl. Störungen des
Zentralen Nervensystems
Babesiose
Übertragung: durch Zecken
erste Symptome: hohes Fieber (bis 42 C), Mattigkeit, Appetitlosigkeit,
Konditions- und Gewichtsverlust, Anämie, Ikterus
(gelbfärben der Augen), stark vergrößerte Milz
spätere Symptome: Nierenschäden, Ödeme, Blutungen in Haut und
Schleimhaut, Magenschleimhautentzündungen,
rheumatische Beschwerden, Augenentzündungen
Dirofilariose (Herzwürmer)
Herzwürmer setzen sich in den Herz- und Lungengefäßen fest und schädigen diese
Übertragung: durch Stechmücken
Symptome: Husten, Atemnot, Gewichtsverlust, Schwäche
